Schwedische Einrichtungstrends – Offen, freiheitsliebend & naturverbunden

Schwedische Einrichtungstrends - Offen, freiheitsliebend & naturverbunden

Schwedische Einrichtungstrends – Offen, freiheitsliebend & naturverbunden
Rainer Sturm / pixelio.de

Die Skandinavier sind für ihre klare und herzliche Geradlinigkeit bekannt. Kein Wunder, dass sich diese Charakterzüge in ihren Häusern, Wohnungen und im Einrichtungsstil widerspiegeln. Dabei sind die Möbel so konstruiert, dass sie nicht nur gut ausschauen, sondern bestens benutzt werden können.

Natürlich hat skandinavische Qualität ihren Preis. Nichtsdestotrotz ist dieser in aller Regel für Studenten ebenso erschwinglich wie für Manager. Alles eine Frage der Wohnraumgröße und des Kombinationsgeschicks. Aber Skandinavier haben noch mehr gemeinsam: Das Faible für freien Platz und helle Einrichtungen. Entsprechend zur Weite des Nordens und zu den langen Sommern wirken schwedische Wohnungen vergleichsweise lichtdurchflutet und leicht. Dunkel ist es schließlich noch lange genug …

  • Doch das ist lange nicht alles – möchten Sie wissen, was den skandinavischen Einrichtungsstil en détail ausmacht? Kommen Sie mit auf eine (ent-) spannende Erkundungstour!


Die Grundsätze

Materialien

Die nördlichen europäischen Länder beeindrucken durch ihren Waldreichtum. Zumindest in den Regionen, in denen Höhe und Klima das Baumwachstum zulassen. Dort gibt es jedoch eine große Vielfalt an verschiedenen Hölzern.

  • Beliebt sind Fichte, Birke oder Kiefer – also helle Hölzer. Kombiniert werden diese mit weiteren Naturmaterialien wie (Kaschmir- oder Baum-) Wolle, Leinen oder Leder.

Generell kommt es den Skandinaviern an, dass sich die Materialien gut bearbeiten lassen, natürlich und nachhaltig sind. Das gilt übrigens auch für Glas, das die Basis für Fensterscheiben, Vasen und andere Objekte bildet. Im Zusammenspiel mit Licht, Wasser und Pflanzen präsentiert es sich von einer Seite, die an die diversen Seen und Flüsse erinnert.

  • Ein zusätzliches Plus an Natur in den eigenen vier Wänden.
    Formen und Muster

Suchen Sie nach verspielt-verschnörkelten Ornamenten wie im Orient oder in manchen Teilen des Mittelmeers? Diese werden Sie im skandinavischen Stil vergleichsweise vergeblich danach suchen. Hier setzen die Bewohner auf klare, gerade und beruhigend wirkende Linien. Alles ist zügig zu überblicken, wodurch ein schnelles Ankommen und Einleben ohne Weiteres möglich sind.

  • Zusätzlich ist die Form sehr häufig für den Gebrauch der sie betreffenden Gegenstände optimiert. Ganz im Sinne der Bauhaus-Logik ‚form follows function‘.

Was die Muster angeht, toben sich die Nordlichter in verschiedenen Hinsichten aus. Haben Sie Freude an grafischen Mustern, mythologischen Gestalten sowie Flora und Fauna Nordeuropas und der Polarregion? Dann gefallen Ihnen sicherlich auch die verschiedensten Kissen, Decken, Teppiche und Accessoires mit den entsprechenden Elementen!
Licht und Farben

  • Lange, dunkle Winter – und kürzere, helle Sommer. Keine Überraschung, dass die skandinavische Einrichtung jeden Sonnenstrahl einfängt.

Die dominierenden Farben an den Wenden und Möbeln sind daher Weiß, Creme und andere Pastelltöne. Sie harmonieren hervorragend mit dem hellen Holz und bilden einen guten Kontrast zu den kräftigeren Farben (Mittelblau, Rot und Schwarz) der grafischen Muster der Accessoires. Für fröhliche Farbtupfer sorgen zudem ein helles Gelb oder Blau im Teppich, in der Bettwäsche oder den Bildern.

Passend dazu ist die Architektur darauf ausgerichtet, möglichst viel Licht ins Haus zu lassen. Große Fenster und offene Türen sorgen dafür, dass die Helligkeit den gesamten Wohnraum erfüllt. Und wenn die Sonne sich nicht blicken lässt oder bereits untergegangen ist, sorgen Kerzen und Lampen für wohlig-warmes Licht.

Darf es ein kleiner Rundgang durch das Haus sein?

Wohnzimmer

  • Sie kommen in ein Wohnzimmer und sind beeindruckt davon, wie gemütlich dieser Raum trotz einer überschaubaren Menge an Möbeln wirkt?

Sicherlich handelt es sich um schwedisches Wohnzimmer! Hier verbinden sich die Vorzüge bequemer Sitzgelegenheiten mit viel freiem Platz zum Toben für die Kinder. Nordeuropäern ist das Zustellen des Wohnzimmers mit einem Übermaß an Schnickschnack fremd. Dennoch werden gemütliche Kissen, Decken und ein warmer Kamin keinesfalls fehlen.

Küche und Esszimmer

  • Die Küche spielt in der skandinavischen Wohntradition eine wichtige Rolle. Immerhin ist sie der Ort, an dem sich die Familie zum gemeinsamen Essen trifft.

Die Küchenschränke und Regale sind meist in hellem oder weißem Holz gehalten, der Stil pendelt häufig zwischen minimalistisch und Landhaus-artig. Sobald das Essen auf dem Tisch steht, dürfen Sie auf organisch geformten Stühlen Platz nehmen und die Gespräche und die warme Mahlzeit genießen.

Übrigens: Schweden haben eine Schwäche für clevere Aufbewahrungsgelegenheiten. Nicht selten ist in die Bank, auf der Sie sitzen, ein Aufbewahrungsfach für allerlei nützliche Küchenhelfer integrier

Schlafzimmer

Schlafen wie Gott in … Schweden. Ein Ansatz, dank dem Sie am liebsten nie wieder aufstehen würden, oder?
Die Betten sind groß und kuschelig, die Nachtschränkchen bieten viel Platz für Bücher und – wenn unbedingt notwendig – einen Wecker und Wände sind dezent gestaltet. So kommen Sie optimal zur Ruhe und starten am nächsten Morgen ausgeschlafen und entspannt in den Tag.

Arbeitszimmer

Ähnlich wie beim Schlafzimmer entpuppt sich das schwedische Home Office als ein Ort, in dessen Ruhe die Kraft liegt:
Schreibtisch und Schränke beeindrucken durch ihre unaufgeregte Gestaltung und die verschiedensten Möglichkeiten zur Einlagerung von Akten und Bürountensilien. Der Schreibtischstuhl passt sich den körperlichen Gegebenheiten seines Nutzers perfekt an und die Fenster lassen genug Licht und kreative Inspiration in das Zimmer.

Badezimmer

Das Konzept „helle Farben und Naturmaterialien“ zieht sich durch die komplette Wohnung und macht konsequenterweise auch vor dem Badezimmer keinen Halt. Ein Umstand, der sich gerade auf kleinere Badezimmer positiv auswirkt, aber prinzipiell alle Nassräume einladend und sauber wirken lässt.

Apropos Nassräume: In vielen schwedischen Häusern ist auch eine Sauna ein Muss. Natürlich und aus Holz – ganz skandinavisch eben!